WIEDERANSIEDLUNGSPROJEKT BALTISCHER STÖR
Der Baltische Stör (Acipenser oxyrinchus) gehört zu den sogenannten „lebenden Fossilien“ und war früher in der Ostsee und ihren Zuflüssen, einschließlich der Oder, heimisch. Aufgrund von Überfischung, Gewässerverschmutzung und Wanderungshindernissen war dieser markante Fisch in Deutschland für lange Zeit ausgestorben oder verschollen. Seit den ersten Besatzmaßnahmen 2006 werden jährlich junge Störe in die Oder und ihre Nebenflüsse ausgesetzt, vor allem in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Die Tiere werden in spezialisierten Aufzuchtstationen großgezogen und schon früh an das Flusswasser vor Ort gewöhnt, um ihre Überlebenschancen in der Natur zu erhöhen. Ziel ist es, dass die Jungfische nach dem Aussetzen zur Ostsee wandern, dort heranwachsen und viele Jahre später zum Laichen in ihre Geburtsgewässer zurückkehren – ein natürlicher Lebenszyklus, der für wandernde Fischarten typisch ist. Die Koordination des Projektes erfolgt durch das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin und der Gesellschaft zur Rettung des Störs e.V. mit Partnern wie dem NABU-Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle, dem Nationalpark Unteres Odertal, regionalen Fischereien und polnischen Organisationen.
Mit freundlicher Unterstützung durch die Gesellschaft zur Rettung des Störs e.V., dem NABU Erlebniszentrum Blumberger Mühle, der Fischerei Gensch und dem Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB).
