Reportagen

MONITORING FLEDERMAUSZUG DEUTSCHLAND

Das Monitoring des Fledermauszuges in Deutschland ist ein langfristiges Forschungs- und Naturschutzprojekt zur Erfassung des saisonalen Wanderverhaltens großer Fledermausarten wie der Rauhautfledermaus (Pipistrellus nathusii), des Kleinabendseglers (Nyctalus leisleri) und der Zweifarbfledermaus (Vespertilio murinus). Diese Arten unternehmen im Spätsommer weite Zugbewegungen zwischen ihren Sommer-Reproduktionsgebieten in Nord- und Ostdeutschland und den Winterquartieren im Süden oder Südwesten Europas. Ziel des Monitorings ist es, Zugrouten, Zeitpunkte, Zugverdichtung und mögliche Einflüsse von Klimawandel oder Windenergieanlagen besser zu verstehen – Daten, die bislang lückenhaft sind und vor allem durch die Kooperation vieler Akteure gesammelt werden müssen. Ein besonders anschauliches Teilprojekt fand über mehrere Jahre im Nationalpark Unteres Odertal in Brandenburg statt: Hier wurden im Rahmen des Monitorings immer wieder einzelne Fledermäuse im Spätsommer mit kleinen Funk-Sendern (Telemetrie) versehen. Diese Sender arbeiten im 150-MHz-Frequenzbereich und ermöglichten es, die Zugbewegungen einzelner Tiere räumlich und zeitlich zu verfolgen. Durch den Einsatz dieser Technik sollte über Funkpeilung nachvollzogen werden, in welche Richtung und wie weit die Fledermäuse unterwegs sind.

Mit freundlicher Unterstützung durch den Arbeitskreis Fledermäuse Sachsen-Anhalt e.V., Jörn Horn (Fledermausschutz Uckermark), dem Nationalpark Unteres Odertal und dem NABU Erlebniszentrum Blumberger Mühle.