Reportagen

WIEDERANSIEDLUNG DES AUERHUHNS IN BRANDENBURG

Die Wiederansiedlung des Auerhuhns (Tetrao urogallus) in Brandenburg ist ein bemerkenswertes Naturschutzprojekt mit dem Ziel, diese außergewöhnliche und hier ehemals heimische Art wieder zurückzubringen. In den 1990er Jahren verschwand das letzte Auerhuhn in der Niederlausitz, da die intensive Forstwirtschaft und die Entwässerung der Moore durch den Braunkohletagebau geeignete Lebensräume verschwinden ließen. Seit 2012 läuft in den Naturparken Niederlausitzer Heidelandschaft und Niederlausitzer Landrücken jedoch nach langer Vorbereitung ein Projekt zur Wiederansiedlung dieser charakteristischen Art. Dabei fangen Projektpartner:innen jedes Jahr bis zu etwa 60 wildlebende Auerhühner in Schweden, wo diese sonst gejagt werden würden und setzen sie in den waldreichen Gebieten Süd-Brandenburgs aus. Diese Wälder umfassen rund 500 km² strukturreiche Kiefern- und Mischwälder, die das Auerhuhn als Lebensraum benötigt. Die Initiative wird von einem Förderverein des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft e. V., dem Landesforst Brandenburg, der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, lokalen Waldbesitzer:innen, Jäger:innen und Naturschützer:innen getragen. Ein früherer Pilotversuch von 2012 bis 2014 zeigte, dass die freigesetzten schwedischen Auerhühner überlebten und sich sogar erfolgreich fortpflanzten – erste Jungtiere der zweiten Generation wurden nachgewiesen. Dies gilt als wichtiger Meilenstein für den langfristigen Aufbau einer stabilen Population in Brandenburg. Die Projektarbeit umfasst neben der Auswilderung auch die Verbesserung und Pflege von Lebensräumen, ein Monitoring der Tiere sowie Maßnahmen zur Reduzierung von Gefährdungen im Wald.

Mit freundlicher Unterstützung durch den Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, dem Förderverein Naturpak Niederlausitzer Heidelandschaft, der Naturwacht Brandenburg und dem Landesamt für Umwelt Brandenburg (LfU).