Wanderfalken in der Schorfheide

Der Wanderfalke (Falco peregrinus) gehört zweifelsohne zu den spannendsten Vogelarten, die es bei uns gibt. Sein majestätisches Aussehen und seine Schnelligkeit als Jäger sind beeindruckend – doch noch vor wenigen Jahrzehnten war er in Deutschland vom Aussterben bedroht. Durch die direkte menschliche Verfolgung und auch indirekt über die intensive Nutzung von Pestiziden wie DDT starben die Wanderfalken nach dem Zweiten Weltkrieg in zahlreichen Regionen Deutschlands aus. Ausgehend von Schutzbemühungen an den letzten Restbeständen in Baden-Württemberg konnte sich die Art jedoch wieder in ganz Deutschland ausbreiten.


Eine Besonderheit bei den Wanderfalken waren schon immer die ursprünglich von den Niederlanden bis an den Ural vorkommenden baumbrütenden Exemplare, von denen es tausende Brutpaare gab. Anders als die vielen Wanderfalken in Deutschland, die in steilen Felsen und auch an Gebäuden brüten, besaßen diese Tiere eine intensive Prägung auf Bäume, auf denen sie die ehemaligen Horste von zum Beispiel Kolkraben als Nachmieter besiedelten. Mit dem Rückgang der Wanderfalken in ganz Mitteleuropa starben auch diese besonderen Falken aus und erst durch intensive Bemühungen durch den Arbeitskreis Wanderfalkenschutz e.V. (AWS) und die inzwischen zur Vogelschutzwarte Brandenburg gehörende Naturschutzstation Woblitz gelang es ab Anfang der 1990er Jahre, wieder eine baumbrütende Wanderfalkenpopulation – u.a. mithilfe von Kunsthorsten - zu begründen. Heute gibt es wieder rund 60 Brutpaare, die intensiv beobachtet und wissenschaftlich dokumentiert werden. Mitte Mai hatte ich einen Tag lang die Möglichkeit, Paul Sömmer (Naturschutzstation Woblitz), Karsten Matschei (Aquila e.V.) und Jan Muenzer (regionaler Horstbetreuer) bei Untersuchungen und Beringungen in der Schorfheide zu begleiten.

 

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Jahresrückblick 2016

Das war 2016 ...

 

... und wieder ist ein Jahr rum und ich blicke zurück. Es war ein Jahr, in dem ich Höhen und Tiefen erlebte und mir nicht nur einmal die Lust fehlte, die Kamera überhaupt in die Hand zu nehmen. Aber es gab auch die vielen Momente, die mich begeisterten, glücklich machten und mir zeigten, dass ich genau das Richtige mache. Ich habe dieses Jahr viel gelernt - nicht nur fotografisch und naturkundlich, sondern auch beruflich. Gerne denke ich an die Höhepunkte zurück:

  • Im Januar konnte ich die alte Brauerei in Frankfurt/Oder besuchen und Bilder der zahlreichen überwinternden Fledermäuse machen.
  • Ich bekam die Möglichkeit, das erfolgreiche Auerhahnprojekt in der Lausitz fotografisch zu begleiten und erlebte einen Auerhahn bei der Balz.
  • Das Wachtelkönig-Beringungsprojekt von Karsten Matschei und Volker Hastädt durfte ich fotografisch dokumentieren und so spannende Nächte im tiefsten Brandenburg erleben.
  • Meiner alten Leidenschaft, den europäischen Orchideen, konnte ich auf zahlreichen Touren durch Mitteleuropa nachkommen.
  • Für ein Buch über die Heuschrecken in Brandenburg, das dieses Jahr erscheinen soll und an dem ich mitarbeite, habe ich viele verschiedene Heuschreckenarten fotografiert. Dabei gelang mir fast zeitgleich mit einem Kollegen die Wiederentdeckung der deutschlandweit vom Aussterben bedrohten Heideschrecke für Brandenburg.


In diesem Jahr geht es voller Energie weiter! Viele Projekte werde ich intensiv angehen. Für 2018 ist bereits jetzt Großes geplant, für dessen Verwirklichung ich in 2017 noch mal alles geben muss. Da sich das Meiste davon jedoch erst in den kommenden ein bis zwei Monaten entscheidet, kann ich an dieser Stelle noch nicht genauer darauf eingehen. Über meinen Newsletter bleibt Ihr jedoch stets informiert und erfahrt es zuerst. Also schnell eintragen: https://www.hennigs-photography.de/kontakt/newsletter

Ich bedanke mich bei allen Freunden, Bekannten & Kunden für ihre Treue, ihr Interesse an meiner Arbeit und das viele Lob und wünsche ein frohes neues Jahr 2017!

 

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Wiederansiedlungsprojekt Baltischer Stör

Bereits im letzten Jahr habe ich angefangen, mich für das Wiederansiedlungsprojekt des Baltischen Störs in die Oder zu interessieren, welches u.a. von der Gesellschaft zur Rettung des Störs e.V. durchgeführt wird. Durch meine zahlreichen Aktivitäten im NABU-Erlebniszentrum Blumberger Mühle im vergangenen Jahr kam ich mit dem Fischer der Blumberger Teiche in Kontakt, der für die Aufzucht von einem Teil der Jungtiere verantwortlich ist. Da ich bei der letztjährigen Aussetzung im Herbst verhindert war, freute es mich, dass ich dieses Jahr Mitte Oktober dabei sein konnte.


Früher waren Störe in Mitteleuropa weit verbeitet und wurden regelmäßig gefangen. Meist handelte es sich dabei um den Europäischen Stör (Acipenser sturio), der in Deutschland, von der Nordsee kommend, vor allem in Rhein, Elbe und Weser ablaichte. Dort ist dieser jedoch durch Verbauung der Flüsse, Überfischung und Flussverschmutzung mittlerweile ausgestorben. Während sich der Europäische Stör heutzutage nur noch in der französischen Gironde vermehrt, wurden Störe im Bereich der Ostsee zuletzt im Jahre 1996 in Estland nachgewiesen. Genetische Untersuchungen an Museumsmaterial haben gezeigt, dass die Stör-Populationen in der Ostsee und ihren Zuflüssen nicht vom Europäischen Stör, sondern vom Atlantischen Stör (Acipenser oxyrinchus) gebildet wurden. Der Europäische Stör befand sich dort bereits vor 1.200 bis 800 Jahren auf dem Rückzug, da er nicht so kältetolerant ist wie sein nordamerikanischer Verwandter.  Um den Baltischen Stör, wie der Atlantische Stör auch genannt wird, wieder in der Ostsee und ihren Zuflüssen anzusiedeln, wird die Art seit rund zehn Jahren nachgezüchtet und in die Oder ausgewildert. Der Elterntierbestand des Nachwuchses stammt ursprünglich aus dem kanadischen Fluss St. John und lebt heute in der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern. Die erfolgreich nachgezüchteten und ausgesetzten Baltischen Störe wandern die Oder hinab in Richtung Ostsee. Mit rund 15 Jahren werden die Tiere geschlechtsreif, so dass Artenschützer hoffnungsvoll erwarten, dass ungefähr ab dem Jahr 2021 die ersten Störe wieder zum Laichen die Oder hinauf wandern. Ich werde das Projekt auf jeden Fall weiterverfolgen.

 

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Obere Isar - Heuschrecken am wilden Fluss

In unserer durch den Menschen intensiv geprägten Kulturlandschaft gibt es nur wenige Orte, die mich so beeindrucken wie die Obere Isar. Auf den ersten Blick wild und unbelassen, schlängelt sich der Fluss durch das enge Isartal zwischen Wallgau und dem mächtigen Sylvensteinspeicher. Bereits 2006 war ich hier unterwegs und konnte einen ersten Eindruck bekommen, daher freute ich mich sehr, in diesem Sommer etwas länger hier unterwegs zu sein.

Bei meiner diesjährigen Tour interessierten mich vor allem die besonderen Heuschrecken. Arten, die in ganz Europa hochgradig gefährdet und zum Teil vom Aussterben bedroht sind, finden sich an der Oberen Isar in vitalen Populationen. Die zwei seltensten Arten sind typische Vertreter der Umlagerungsstrecken großer Flüsse wie Lech und Isar. Die Gefleckte Schnarrschrecke (Bryodemella tuberculata) kommt außer an wenigen Stellen in baltischen Raum nur noch in der Stora Alvaret auf Öland und in den großen Umlagerungsstrecken des Lech in Österreich und der Isar in Deutschland vor. Hier besiedelt die Art mit kleinen Populationen verschiedene Kiesbänke, die regelmäßig neu entstehen und in einem frühen Stadium der Sukzession optimale Lebensbedingungen aufweisen. In der wissenschaftlichen Literatur werden diese Populationen als Metapopulation bezeichnet, in der durch die Flussdynamik über einen längeren Zeitraum Aussterbe- und Wiederbesiedlungsprozesse im Gleichgewicht sein müssen, denn nur so kann die Art langfristig überleben. Bereits vor zehn Jahren hätte ich die Art gerne fotografiert, aber damals sah ich nach langer Suche gegen Abend und kurz vor einem Gewitter nur ein Männchen, das bei seinem typischen Balzflug in rund fünf Meter Höhe in 150 Meter Entfernung unerreichbar auf einer Kiesinsel landete. Diesmal war klar: Ich würde erst weiterfahren, wenn ich die Gefleckte Schnarrschrecke fotografiert habe. Nach rund zwei Stunden Suche fand ich ein ausgewachsenes Weibchen und eine weibliche Larve der seltenen Heuschreckenart - genug für einige Bilder.
 
Die zweite Charakterart dieser Landschaften ist die Türks Dornschrecke (Tetrix tuerki), die mit ihren 8-12 Millimetern wesentlich kleiner und unscheinbarer ist und eher die etwas älteren und schlammigeren Kiesbänke besiedelt. Aufgrund ihrer geringen Größe dachte ich, es sei die in Bezug auf Finden und Fotografieren anspruchsvollere Art, denn von ihr gibt es nur wenige gute Bilder. Zu meiner Überraschung fand ich sie aber recht schnell und während der langwierigen Suche nach der Schnarrschrecke an insgesamt drei verschiedenen Fundorten mit jeweils mehreren Tieren.

Die dritte typische Heuschreckenart der Oberen Isar ist der Kiesbank-Grashüpfer (Chorthippus pullus), den ich an vielen Stellen fand. Da es eine Heuschrecke ist, die außer an den großen Alpenflüssen in Deutschland in einigen ostdeutschen Heidegebieten mit einigen kleinen und zerstreuten Vorkommen zu finden sind, kannte ich sie schon und habe ich mich nicht allzu lange mit ihr beschäftigt. Ein paar Bilder auf Kies anstatt auf Sand mussten aber trotzdem auf den Sensor.

 

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Kohlröschen und andere Orchideen in Südtirol

Nach rund zehn Jahren Pause war es endlich soweit: Ich konnte mich mal wieder den alpinen Orchideen widmen. Bereits 2004 und 2006 war ich wegen einiger spezieller Arten in Salzburg und in der Steiermark unterwegs. In diesem Jahr sollte es wegen der Kohlröschen nach Südtirol gehen. Eigentlich sollte das Pordojjoch eines von mehreren Zielen sein - überwältigt von dem dortigen Arten- und Individuenreichtum habe ich jedoch kurzerhand die anderen Ziele aus der Reiseroute gelöscht. Allein und gemeinsam mit mit meinem "Orchideenfreund" Manfred Lensch konnte ich mich so mehrere Tage voll und ganz auf die bunten Wiesen oberhalb der Passstraße konzentrieren.

Da ich zuvor mit digitaler Kameratechnik noch gar nicht in den Alpen unterwegs war, reizten mich eigentlich alle Alpenorchideen, die ich finden konnte. Insofern waren bereits bei der Anreise die großen Bestände unserer beiden Händelwurz-Arten tolle Motive. Auch die in den Alpen ansonsten gar nicht so seltene Kugelorchis (Traunsteinera globosa) war ein begehrtes Ziel, mit dem ich eigentlich gar nicht gerechnet habe, denn in den vielen Berichten befreundeter Orchideenkenner fand sie für die dortige Region keine Erwähnung. An einer Stelle stieß ich aber auf ein sehr großes Vorkommen dieser aufgrund des hohen, schmalen Wuchses gar nicht so leicht zu fotografierenden Art. An einer Stelle auf einem exponierten Wiesensattel fand ich nach einem Tipp gemeinsam mit den ersten Edelweißen (Leontopodium alpinum) in meinem Leben auch einige Zwergorchis (Chamorchis alpina), die hier auf den recht kahlen Kalkfelsen zwischen der Weißen Silberwurz (Dryas octopetala) wuchsen.

Besonders für einige Kohlröschen-Arten hat das Pordoijoch inzwischen einen ausgezeichneten Ruf. Rund sechs Arten sollen hier wachsen, das feuchtigkeitsliebende Kohlröschen (Nigritella hygrophila) ist sogar von hier beschrieben. Besonders diese Kohlröschensippe wollte ich mir ansehen und mir ein eigenes Bild von ihr machen, denn unter vielen Orchideenspezialisten ist diese Art seit ihrer Beschreibung im Jahr 2011 noch umstritten. Insgesamt gibt es aus dieser Orchideengattung und von diesem Ort eine Menge Unklarheiten. Trotz meines Besuches bin ich bezüglich der hier vorkommenden "Roten Kohlröschen" eher ratloser als schlauer geworden.

Während das Österreichische Kohlröschen (Nigritella austriaca) fast nur noch abblühend gefunden werden konnte, war das Gewöhnliche Kohlröschen (Nigritella rhellicani) trotz einiger kleiner Makel meist noch in Hochblüte. Die Hybriden zwischen dem Gewöhnlichen Kohlröschen und der Mücken-Handelwurz (Nigritella rhellicani x Gymnadenia conopsea = xGymnigritella suavolens) waren eher abblühend und unfotogen, während die Kreuzungen mit der Wohlriechenden Händelwurz (Nigritella rhellicani x Gymnadenia odoratissima = xGymnigritella heufleri) gerade erst anfingen zu blühen. Besonders freute ich mich über eines kleines Hangquellmoor inmitten der Orchideenwiesen, in denen die letzten Blüten der alpinen Unterart des Breitblättrigen Knabenkrautes (Dactylorhiza majalis subsp. alpestris) wuchsen und gerade einige Blutrote Knabenkräuter (Dactylorhiza cruenta) ihre Hochblüte erreicht haben. Besonders letztere Art kannte ich bis dahin noch nicht und ich dachte eigentlich, durch die spontane Änderung meiner Reiseroute würde ich diese bei meiner Tour gar nicht mehr vor die Linse bekommen. Dass sich das Blatt noch einmal wenden kann, konnte ich hier sehr schön erleben. Es war ein toller Abschluss einer ergiebigen Tour in einer spektakulären Landschaft.


Mein Dank für viele spannende und interessante Information in Vorfeld und während meiner Reise gebührt meinen Orchideenfreunden Wolfram Foelsche, Ulrich Heidtke, Manfred Lensch, Dieter Gschwend, Stefan Hertel und Wolfgang Höll.

 

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Im Reich des Wiesenknarrers

Bereits seit Jahren interessiert mich, neben der klassischen Naturfotografie, die Erstellung von Bildserien von Naturschützern bei ihrer Arbeit. Seit meiner ersten "richtigen" Wachtelkönigbegegnung im Jahr 2011 am Südrand von Berlin reizte es mich, einmal eine Beringung dieser Vogelart zu porträtieren. Bislang hatte das aber noch nicht geklappt. Doch in diesem Jahr ergab es sich kurzfristig, dass ich Karsten Matschei und Volker Hastädt bei einer ihrer Beringungsaktionen in Brandenburg begleiten konnte. Es war ein ganz besonderes Erlebnis:

 

Mitten in der Nacht stand ich in einer nebligen Feuchtwiese im tiefsten Brandenburg, lediglich vom charakteristischen Ruf des nachtaktiven Wachtelkönigs umgeben. Ich wusste zwar bereits aus Erfahrung, wie nah man den Tieren kommen kann, denn ich hatte selbst erlebt, wie sie sich nur ein oder zwei Meter von mir entfernt im hohen Gras aufhielten. Dort sieht man sie nicht, kann ihre Weg aber mit Hilfe der sich bewegenden Grashalme leicht verfolgen. Dass man die Wachtelkönige mitten in der Nacht mithilfe einer Klangattrappe und im Lichtkegel einer Taschenlampe sogar mit der Hand fangen könnte, hätte ich jedoch nicht gedacht.

 

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Auf Orchideensuche im Alpenvorland

Lange ist es her, dass ich auf der Suche nach Orchideen Richtung Alpen aufgebrochen bin. Dieses Jahr war es endlich wieder soweit und ich hatte mir vorgenommen, auf dem Weg dorthin im bayerischen Alpenvorland nach zwei besonders seltenen Orchideenarten zu schauen.


Das erste Ziel meiner Reise war ein Hangquellmoor südlich des Starnberger Sees, bei dem ich bereits vor zehn Jahren einmal war. Hier blühen Mitte Juli große Mengen der Sommer-Drehwurz (Spiranthes aestivalis), eine der seltensten Orchideenarten Mitteleuropas. Nach Auskunft befreundeter Orchideenkollegen sollen hier jährlich rund 1.000 Pflanzen blühen! Neben der Sommer-Drehwurz, die übrigens auch die Orchidee des Jahres 2016 ist, waren auch einige Tierarten besonders spektakulär: Neben den seltenen Moorfaltern Blaukernauge (Minois dryas) und Großes Wiesenvögelchen (Coenonympha tullia), die über den feuchten Hang flogen, überraschte mich auch das größere Vorkommen der Sumpfgrille (Pteronemobius heydenii), die ich hier zum ersten Mal hörte. Auch ein paar Exemplare der Sumpf-Stendelwurz (Epipactis palustris) und der Dichtblütigen Mücken-Händelwurz (Gymnadenia conopsea subsp. densiflora) standen noch zum Teil in Blüte.


Meine zweite bayerische Wunschorchidee bei dieser Tour war die Sumpf-Weichwurz (Hammarbya paludosa). Eine sehr schwer zu findende Moororchidee, die nur ca. zehn Zentimeter groß wird und dabei immer an den nassesten Stellen von Schwingrasen wächst. Dank der guten ortskundigen Begleitung durch Dieter Gschwend von der Regionalgruppe Allgäu des Arbeitskreises Heimische Orchideen (AHO) Bayern fanden sich recht schnell rund 30 Exemplare in einem wunderschönen Moor im Allgäu. Da ich meine Modelle gerne aus tiefen Perspektiven fotografiere, wurde es eine sehr nasse Angelegenheit für mich - es war mir egal: Ich hatte eine Orchideenart fotografiert, die ich seit vielen Jahren mal wieder finden wollte.

 

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Das Auerhuhnprojekt in der Niederlausitz

Monotone Kiefernforste, große Solarparks und durch den Braunkohleabbau entstandene Mondlandschaften - diese Bilder haben viele im Kopf, wenn sie an die Lausitz denken. Dass es dort auch andere Landschaften gibt, erlebt man, wenn man in den Traubeneichenwäldern und versteckten Mooren unterwegs ist, wo man nicht nur Hirschkäfer, sondern seit einigen Jahren auch wieder auf das Auerhuhn treffen kann.

Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in den ausgedehnten Kieferheiden der Lausitz ein beachtliches Vorkommen des Auerhuhns. Spätestens ab dem Zweiten Weltkrieg ging es dem größten Hühnervogel Europas hier jedoch immer schlechter. Intensive Waldwirtschaft, die Grundwasserabsenkung durch den Braunkohleabbau und die militärische Nutzung führten zu einem dramatischen Zusammenbruch der Auerhuhnbestände in der Lausitz. Die letzte Beobachtung eines Weibchens gelang im Jahr 1998 in der Rochauer Heide bei Luckau. Einst so zahlreich vorhanden, verschwand das Auerhuhn trotz verschiedener Schutzbemühungen aus der Region. Doch bereits damals gab es eine kleine Gruppe engagierter Naturschützer, die sich damit nicht abfinden wollten. Sie setzten sich dafür ein, die ehemaligen Lebensräume des Auerhuhns deutlich zu verbesserten und schafften es gemeinsam mit Forstbehörden, dass sich die Blaubeere (Vaccinium myrtillus), die Hauptnahrung des Auerhuhns, in den ehemaligen Verbreitungsgebieten wieder flächig ausbreiten kann. Gleichzeitig sind andere Lebensraumveränderungen, die zum lokalen Aussterben der Art beitrugen, wie der militärische Übungsbetrieb und der Bergbau, nicht mehr wirksam. Schlussendlich hat ein erfolgreiches Auswilderungsprogramm, das seit 2011 existiert, den Hühnervogel wieder in die Lausitzer Wälder zurückgebracht. Jedes Jahr wird eine bestimme Anzahl an Auerhühnern in Schweden - wo die Art aufgrund ihrer Häufigkeit gejagt wird - gefangen und in der Lausitz wieder ausgesetzt. Nach anfänglichen Problemen, da es zu wenig Männchen gab, ist das Projekt heute so erfolgreich wie noch kein anderes der vielen (meist gescheiterten) Auswilderungsprojekte des Auerhuhns. Inzwischen existieren Enkelgenerationen der schwedischen Tiere und man kann sogar wieder auf balztolle Auerhähne treffen.


Anfang Mai dieses Jahres hatte ich das Glück, solch ein Exemplar gezeigt zu bekommen und war von seinem Übermut und seiner Aggression sehr beeindruckt. Auch als Ende Mai wieder Auerhennen aus Schweden kamen, war ich mit der Kamera dabei und konnte die Freisetzung der Tiere fotografisch begleiten. Einige Tiere wurden auch besendert, um mehr über deren Aktivitäten und Verhalten zu erfahren und somit bessere Schutzmaßnahmen einleiten zu können. Es war sehr spannend, dieses Projekt zu begleiten. Mal sehen, ob ich 2017 bei den Fangaktionen in Schweden dabei sein kann.

Mehr über das Projekt erfährt man auf der Seite des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft: hier klicken!

 

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Zu Gast bei Feenkrebs und Schuppenschwanz

Wie in jedem Jahr, begeistern mich mit dem beginnenden Frühling wieder die bei uns heimischen Kiemenfußkrebse, welche umgangssprachlich häufig als Urzeitkrebse bezeichnet werden. Neben dem Frühjahrs-Feenkrebs (Eubranchipus grubii) ist auch der Schupenschwanz (Lepidurus apus) eine typische Frühjahrs-Art der Flussniederungen, wo beide zumeist temporäre und fischfreie Kleingewässer, Überschwemmungsflächen, Auwaldtümpel sowie Senken und Gräben in Bruchwäldern bewohnen. Hier tauchen die ersten Krebse bereits früh im Jahr auf, wenn das Eis noch nicht ganz geschmolzen ist. Sie schlüpfen aus robusten Zysten ("Dauereiern") und entwickeln sich rasch zu ausgewachsenen Tieren, denn ihr Leben ist meist nur von kurzer Dauer. Während der Frühjahrs-Feenkrebs auch kleinste Tümpel und Wildschweinsuhlen in großer Zahl besiedelt, ist der Schuppenschwanz da schon etwas anspruchsvoller. Er braucht durchaus etwas größere Waldtümpel und ist dort, anders als die im freien Wasser schwimmenden, ja fast schon schwebenden Feenkrebse, nur sehr schwer zwischen dem Laub zu entdecken. Meine diesjährigen Bilder machte ich im für Urzeitkrebse besonders bekannten Brieselanger Forst, unmittelbar hinter der Berliner Stadtgrenze.

 

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Auf der Suche nach Kiebitzeiern

Lange ist es her, dass ich das letzte Mal Schachbrettblumen (Fritillaria meleagris), auch Kiebitzei genannt, in der freien Natur gesehen habe. Ich erinnere mich noch sehr gut an eine Exkursion vor rund zwanzig Jahren, die wir mit dem NABU nach Bayern in das Sinntal unternommen haben. Dort in den Feuchtwiesen gab es nicht nur viele Schachbrettblumen, ich sah auch die erste wildwachsende Orchidee meines Lebens: ein Breitblättriges Knabenkraut (Dactylorhiza majalis). In den Jahren danach beschäftigte ich mich mit zahlreichen anderen Dingen, so dass ich erst in diesem Jahr dazu kam, mir wieder einen Tag für diese seltene und besonders auffallende Pflanzenart Zeit zu nehmen. Es zog mich zu dem sehr bekannten Schachbrettblumenvorkommen bei der im westlichen Brandenburg gelegenen Stadt Ziesar. Auf einer kleinen, gar nicht so leicht zu entdeckenden Wiese inmitten der Ackerlandschaft, blühen in guten Jahren einige tausend Exemplare, von denen einige sehr gute Motive boten.

 

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Märzenbecher im Leipziger Auwald

Vor ein paar Tagen war ich in Leipzig unterwegs, um in den dortigen Auwäldern die ersten Frühblüher zu fotografieren. Mein Wunschmotiv waren die dort wachsenden, deutschlandweit bekannten Vorkommen der Frühlings-Knotenblume (Leucojum vernum), umgangssprachlich auch Märzenbecher genannt. Bereits Ende Februar öffnen sie ihre Blüten, um gemeinsam im noch unbelaubten Wald die ersten Sonnenstrahlen einzufangen. Auch die ersten Wald-Gelbsterne standen kurz vor der Blüte und kündigten gemeinsam mit den ruffreudigen Habichten, Kolkraben sowie Schwarz- und Grauspechten lautstark den Frühling an.

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Winterschlaf im Brauereikeller

Vor einigen Tagen hatte ich die Möglichkeit, das bedeutendste Fledermauswinterquartier Brandenburgs zu besuchen. Seit ich vor längerer Zeit darüber gelesen hatte, stand es auf meiner Wunschliste ganz oben. Es handelt sich um die alte Ostquellbrauerei in Frankfurt/Oder, welche allein durch ihren Status als Naturschutzgebiet mitten im dicht besiedelten Stadtzentrum etwas Besonders ist.

 

Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges nicht mehr als Brauerei genutzt, entdeckte im Winter 1987 eine Gruppe Biologen erstmals Ansammlungen zahlreicher Fledermäuse in den Kellern des alten Gebäudes. Durch den unermüdlichen Einsatz lokaler Fledermausschützer, die jährliche Bestandskontrollen durchführen und sich für deren Sicherung einsetzen, konnte Anfang 2003 die Umweltstiftung Euronatur mit Unterstützung des Bundesamtes für Naturschutz das Gelände der Ostquellbrauerei erwerben. Mittlerweile ist das Brauereigelände Teil des europäischen Netzwerkes "Natura 2000".

 

Jedes Jahr verbringen in den alten, mit unzähligen Spalten und Rissen durchzogenen Kellegewölben rund 2000 Fledermäuse aus zwölf Arten den Winter. Das besonders bedrohte Große Mausohr (Myotis myotis) stellt dabei rund ein Drittel der Exemplare und ist durch seine Größe und beliebte Clusterbildung besonders fotogen. Für diese Art handelt es sich um eines der bedeutendsten Winterquartiere in ganz Deutschland. Viele meiner Bilder entstanden von einer Leiter aus, da die Gewölbe enorm hoch waren und die Mausohren besonders an diesen Stellen ihre bevorzugten Hangplätze hatten. Es war ein tolles Erlebnis und ein außergewöhnliches Privileg, bei einer der alljährlichen Zählungen dabei zu sein.

 

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Jahresrückblick 2015

Das Jahr 2015 ist nun Geschichte...

Für mich war es ein äußerst erfolgreiches mit interessanten Aufträgen, netten Begegnungen und tollen Erlebnissen in der Natur. Ein Jahr, in dem ich mich intensiver als zuvor auch mit verschiedenen Naturschutzakteuren fotografisch beschäftigt habe. Gerne denke ich zurück an den gemeinsamen Tag im Mai mit den Berliner Habichtberingern, die Tage bei dem Fischer an den Blumberger Teichen, der das Artenschutzprojekt des NABU um den Baltischen Stör unterstützt, und die endlosen Nächte mit den Fledermausexperten aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt.

Ich bedanke mich bei allen Freunden, Bekannten & Kunden für die Treue, das Interesse an meiner Arbeit und das viele Lob und wünsche ein frohes neues Jahr 2016!

 

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Kleine Kobolde auf Sendung

Dass es neben vielen Zugvogelarten auch Fledermäuse gibt die ein Zugverhalten aufweisen, ist weitestgehend unbekannt. Anders als Kraniche, Störche oder große Gänsetrupps findet der Zug von Rauhautfledermäusen (Pipistrellus nathusii), Kleinen Abendseglern (Nyctalus leisleri) und Zweifarbfledermäusen (Vespertilio murinus) in der Nacht und unbemerkt statt. Doch auch diese kleinen Tiere ziehen Hunderte Kilometer durch Mitteleuropa. Da dabei die Gefahren, beispielsweise durch Windräder, kaum in voller Auswirkung bekannt sind, ist es nötig, hier Grundlagenwissen zu schaffen.

 

Ein Pilotprojekt, das mehr Wissen über die wanderfreudige Rauhautfledermaus liefern sollte, startete Ende August im Nationalpark Unteres Odertal. Es ging um die Besenderung von Rauhautfledermäusen, die anschließend mithilfe der vielen, im gesamten Land verteilten, deutschen Funkamateure geortet werden sollten. Ziel war es, dadurch die Zugstrecke der Fledermäuse nachverfolgen und anhand dieser Ergebnisse geeignete Schutzmaßnahmen umsetzen zu können.

Es waren zwei aufregende und lange Nächte, in denen viele unterschiedliche Fledermausarten in den Fangnetzen landeten. Eine willkommene Chance für mich, meine Artenkenntnis in Sachen Fledermäuse zu verbessern. Wann hat man schon einmal alle unsere drei Pipistrellus-Arten (Zwergfledermaus Pipistrellus pipistrellus, Mückenfledermaus Pipistrellus pygmaeus und Rauhautfledermaus Pipistrellus nathusii) auf einmal vor Augen?

 

Ein großer Dank gilt dem Nationalpark Unteres Odertal (Dirk Treichel), dem Arbeitskreis Fledermäuse Sachsen-Anhalt e.V. (Kathleen Kuhring & Robert Drangusch), der Landesreferenzstelle für Fledermausschutz Sachsen-Anhalt (Bernd Ohlendorf) und Jörn Horn von Fledermausschutz Uckermark für die Möglichkeit, dabei gewesen sein zu dürfen.

 

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Riesen-Weberknechte im Ruhrpott

Als ich im Oktober für einen Auftrag durch Nordrhein-Westfalen reiste, nutzte ich die Gelegenheit, mir eine besondere Spinnenart im westlichen Ruhrgebiet anzusehen. Vor ein paar Jahren in den überregionalen Medien als "Riesen-Spinnen" bezeichnet, hat sich der Trubel um diese harmlosen Weberknechte inzwischen weitestgehend gelegt. Es handelt sich um eine noch nicht lange bekannte, eingeschleppte Art der Gattung "Leiobunum", welche erstmals 2004 in den Niederlanden entdeckt wurde und seitdem auch große Teile Westdeutschlands besiedelt hat. Da ihre Herkunft bis heute nicht geklärt ist (man vermutet Nordafrika), hat die Art noch keinen richtigen Namen erhalten und man bezeichnet sie provisorisch als "Leiobunum spec. A". Trotz ihrer bis zu 18 Zentimetern Beinspannweite wirkt sie mit ihrem nur 5-6 Millimeter großen Körper alles andere als bedrohlich. Besonders auffallend sind die Gruppenansammlungen von bis zu mehreren hundert Tieren, die bei Störung gleichmäßig auf und ab wippen. Mir begegneten in den zwei Tagen, an denen ich zahlreiche bekannte Vorkommen an Industriegebäuden, unter Autobahnbrücken, in Burgruinen oder in Eisenbahntunneln besuchte, viele Exemplare dieser Art. Leider waren die typischen Massenansammlungen aber bereits aufgelöst und ich fand nur noch kleine Gruppen vor.

 

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Kleiner Besuch beim Großen Mausohr

Im August ging für mich ein großer Wunsch in Erfüllung: Nachdem ich in den letzten Jahren bereits mehrfach Fledermäuse im Rahmen von Winterquartierkontrollen ablichten durfte, konnte ich nun in einer Wochenstube vom Großen Mausohr (Myotis myotis) fotografieren.

 

Anfang August bekam ich nach vielen Telefonaten die Möglichkeit, im Osten Deutschlands (ich verzichte bewusst auf eine genaue Ortsangabe!) eine beachtliche Mausohrwochenstube zu besuchen. Sie befindet sich in einem alten, leer stehenden Gebäude aus dem 13. Jahrhundert und gehört mit bis zu über 1.000 Tieren zu den größten Wochenstuben des Großen Mausohres in Deutschland.

 

Obwohl von Anfang an klar war, dass ich mich störungsbedingt nicht lange dort aufhalten kann, schreckte mich die lange Anfahrt dorthin nicht ab. Im Ort angekommen, konnte ich bereits von der Straße aus die Laute der zahlreichen Fledermäuse im Dachstuhl des Gebäudes hören. Dank tatkräftiger Unterstützung des örtlichen Fledermausbetreuers, ging es mit einsatzbereiter Kameratechnik vom Dachboden aus die steile Leiter hinauf bis in die Kolonie. Auf einer eingezogenen Zwischendecke im Fledermauskot stehend und von den Fledermäusen über mir mit einer warmen „Willkommensdusche“ begrüßt, ging es ans Fotografieren. Bereits nach zehn Minuten hieß es „wieder einpacken“, um Ruhe in die Kolonie einkehren zu lassen. Es war ein faszinierendes Erlebnis (auch akustisch) direkt bei den Mausohren zu Besuch zu sein, einen Einblick in ihre Kinderstube zu bekommen und sie fotografisch festhalten zu dürfen.

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Bei Kreuzotter, Fetthennen-Bläuling & Co.

Anfang Mai nutzte ich das verlängerte Wochenende für einen kleinen Fototrip nach Thüringen und Nordbayern. Ich wollte einige besonders seltene Arten fotografieren, welche bereits länger auf meiner Wunschliste standen. Mein erstes Ziel befand sich im Oberen Saaletal bei Burgk, wo ich auf der Suche nach einem früh fliegenden Falter war, den es bei mir in Berlin/Brandenburg gar nicht gibt. Es handelt sich um den Fetthennen-Bläuling (Scolitantides orion), der hier im Bereich steiler Felshänge einen seiner deutschen Verbreitungsschwerpunkte hat. Aufgrund des diesjährigen Witterungsverlaufes war mir bewusst, dass ich möglicherweise etwas zur früh vor Ort bin. An dem Tag herrschte auch kein gutes Flugwetter, so dass es eine ganze Weile dauerte, bis ich fündig wurde. Zum Schluss fand ich jedoch einen ruhenden Falter in der steilen Felsenvegetation und einige Eier auf den Blätter der Hauptfutterpflanze der Raupe, der Großen Fetthenne (Hylotelephium telephium). Das nächste Ziel des Tages war das Fichtelgebirge, wo ich mich mit den netten Kollegen Thomas Marth (www.thomasmarth.blogspot.com) und Hannes Küspert traf, um mir eine kleine Höhle in der Umgebung von Wundsiedel anzuschauen. Nachdem ich bereits im Februar die in Deutschland seltene Krauss' Höhlenschrecke (Troglophilus neglectus) in einem künstlich angelegten Stollensystem in Sachsen anschauen konnte, freute es mich, die Art nun auch mal in einer natürlichen Marmorhöhle zu sehen. Anders als im Februar waren die Höhlenschrecken nicht mehr tief im Berg am Überwintern, sondern hielten sich nun alle am Höhlenausgang auf. Den Rest des Tages suchten wir noch vergeblich nach Bruten des Rauhfuß- und Sperlingskauzes.

 

Der nächste Tag begann, so wie ich es gehofft hatte, sehr sonnig. Das erste Ziel sollte ein Steinbruch sein, in dem mir, bei passendem Wetter, einige Kreuzottern (Vipera berus) versprochen wurden. Nach einer langen Suche entdeckten wir endlich zwei wunderschöne braune Exemplare, die zusammengerollt auf dem Moos die ersten Sonnenstrahlen zum Aufwärmen nutzten und noch recht träge waren. Danke der Hilfe von Thomas Marth, der mir das Motiv abschattete, gelangen mir endlich Bilder dieser wunderschönen Schlangenart. Nachdem sie im Kasten waren, ging es zügig zurück zum Auto, um endlich das beabsichtigte Hauptmotiv der ganzen Tour aufzusuchen. Nach vielen Jahren wollte ich endlich die großen bayerischen Vorkommen des Holunder-Knabenkrautes (Dactylorhiza sambucina) sehen. Eine Art, die ich zwar vor vielen Jahren bereits in Hessen und Rheinland-Pfalz gesehen habe, die dort jedoch nur in der gelben Farbvariante vorkommt. Im Frankenwald jedoch finden sich ganz typisch gelbe und rote Pflanzen gemischt in den Populationen. Ich besuchte mehrere Stellen, an denen die Art bereits in guter Blüte stand. Leider fanden sich auf der bekannteren Bergwiese jedoch auch ein paar Grablöcher von Menschen, die die Population trotz Verbot geplündert haben. Aufgrund der geringen Größe und der üppigen Begleitvegetation war es schwierig, schöne Bilder zu machen. Am Ende des Tages konnte ich jedoch zufrieden den Heimweg antreten.

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