Zu Gast bei Feenkrebs und Schuppenschwanz

Wie in jedem Jahr, begeistern mich mit dem beginnenden Frühling wieder die bei uns heimischen Kiemenfußkrebse, welche umgangssprachlich häufig als Urzeitkrebse bezeichnet werden. Neben dem Frühjahrs-Feenkrebs (Eubranchipus grubii) ist auch der Schupenschwanz (Lepidurus apus) eine typische Frühjahrs-Art der Flussniederungen, wo beide zumeist temporäre und fischfreie Kleingewässer, Überschwemmungsflächen, Auwaldtümpel sowie Senken und Gräben in Bruchwäldern bewohnen. Hier tauchen die ersten Krebse bereits früh im Jahr auf, wenn das Eis noch nicht ganz geschmolzen ist. Sie schlüpfen aus robusten Zysten ("Dauereiern") und entwickeln sich rasch zu ausgewachsenen Tieren, denn ihr Leben ist meist nur von kurzer Dauer. Während der Frühjahrs-Feenkrebs auch kleinste Tümpel und Wildschweinsuhlen in großer Zahl besiedelt, ist der Schuppenschwanz da schon etwas anspruchsvoller. Er braucht durchaus etwas größere Waldtümpel und ist dort, anders als die im freien Wasser schwimmenden, ja fast schon schwebenden Feenkrebse, nur sehr schwer zwischen dem Laub zu entdecken. Meine diesjährigen Bilder machte ich im für Urzeitkrebse besonders bekannten Brieselanger Forst, unmittelbar hinter der Berliner Stadtgrenze.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Frauke Casper (Freitag, 30 September 2016 08:50)

    Geniale Bilder von den Krebstierchen ! Ich bin hin und weg !
    VG Frauke